Startseite
Aktuelles
Jahresplan
Schießen
Ergebnisse
Forum
Gästebuch
History
Links
Kontakte
Waffenkunde

  G3 und P1

Es gibt  wohl keinen Soldaten, der in den letzten 35 Jahren in der Bundeswehr gedient hat und nicht am Gewehr G3 und der Pistole P1 ausgebildet wurde. Die Handhabung wurde bis zum Abwinken gedrillt und die meisten werden wohl das Zerlegen und Zusammenbauen im Schlaf beherrscht haben.

G3


H&K G3A3

Das Gewehr G3 ist eine Weiterentwicklung eines deutschen Sturmgewehres aus dem 2. Weltkrieg, das in den Grundzügen schon 1945 von den Mauserwerken entwickelt wurde. Dieses Gewehr war zuerst, wie der Prototyp des Dritten Reichs, auf die Kurzpatrone 7,92 x 33 eingerichtet, wurde später aber für die neu entwickelte Patrone 7,62 x 51 modifiziert.
Seit den 60er Jahren ist es die Standardwaffe der Bundeswehr und vieler ausländischer Streitkräfte. Eingeführt wurde das G3 in mehreren Versionen A1 bis A4, die sich hinsichtlich Material und Auslegung von Handschutz und Schulterstütze unterscheiden. Das Schnellfeuergewehr G3 ist ein Rückstoßlader mit feststehendem Lauf und beweglich abgestütztem Rollenverschluss. Es hat sechs Baugruppen, in die es von Hand durch Herausdrücken von vier Haltebolzen zerlegt werden kann.

Ein paar technische Daten des Gewehrs G3A3:

Länge:

1.025,7 mm

Breite:

57,91 mm

Höhe:

209,8 mm

Gewicht:

4.410 g  (mit leerem Magazin)

Lauflänge:

449,8 mm mit Rechtsdrall 305 mm

Kaliber:

7,62 x 51 mm NATO

Mündungsgeschwindigkeit:

800 m/s

Mündungsenergie des Projektils:

2.890 - 3.352 J

Effektive Reichweite:

400 m

Größte Schußweite:

3.500 m


Pistole P1

Die Pistole P1 dient zur Selbstverteidigung im Nahkampf. Sie ist eine geschlossene, halbautomatische Handwaffe mit Magazinzuführung für Einzelfeuer. Die P1 ist ein Rückstoßlader mit starr verriegeltem Verschluss. Das Zuführen, Laden und Verriegeln erfolgt durch die Kraft der Schließfedern; das Entriegeln, Ausziehen und Auswerfen erwirkt der beim Schuss auftretende Rückstoßimpuls; gleichzeitig wird der Hahn wieder gespannt.

Technische Daten der P1:

Kaliber:

9 x 19 mm

Anzahl der Patronen im Magazin:

8

Kampfentfernung:

bis 50 m

Anfangsgeschwindigkeit V0

395 m/sec

Größte Schußweite:

1.600 m

Gewicht:

890 g  mit gefülltem Magazin


  G36 und P8

Die Handwaffen der 2. Generation (G3 und P1) werden jetzt durch das Gewehr G36 und die Pistole P8 abgelöst. Zunächst erhielten die Kampftruppen (KRK Krisenreaktionskräfte) die neuen Waffen. Mittlerweile sollten G36 und P8 durchgängig eingeführt sein.  Auf DVag´s wurde zum Teil schon damit geschossen.

G36


G 36 mit Tragegriff und HKV (Hauptkampfvisier)

Das neue Sturmgewehr G 36/G36E ist ein vollkommen neues, modulares Waffensystem im Kaliber   5,56mm x 45 NATO. Bei der Konstruktion der Waffe kamen durchweg modernste Materialien zum Einsatz. So bestehen wesentliche Bauteile der Waffe aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Einlagen aus Stainless-Steel. Dadurch konnte das Gewicht sehr niedrig gehalten werden, ohne Einbußen in Bezug auf die Robustheit hinnehmen zu müssen.
Das auf dem Funktionsprinzip des Gasdruckladers basierende System arbeitet dank der selbstregulierenden Gasabnahme äußerst zuverlässig und erfordert ein Minimum an Wartungsaufwand.

Technische Daten des G36/G36E:

Kaliber:

5,56 x 45 NATO

Kadenz:

750 Schuß/min

Breite:

64 mm

Höhe:

320 mm

Gesamtlänge:

998 mm

Rohrlänge:

480 mm   Drall 178 mm

Gewicht:

3.600 g

Magazinkapazität:

30 Schuß

Gewehr G36
ZDv 3/136

Visierung:
Duales Hauptkampfvisier mit 3-fach Optik und aufgesetzter Rotpunktvisierung.


Pistole P8

Mit der Pistole P8 wird seit Ende 1997 in der Bundeswehr die bisher benutzte Pistole P1 abgelöst. Das Standardkaliber wurde beibehalten. Die P8 hat ein Browning-Verschluss-System. Durch ein neues patentiertes Puffersystem können die Kraftspitzen beim Entriegeln und bei der Verschlussumkehr erheblich vermindert werden. Die P8 zeichnet sich durch sichere Handhabung aus und ist für Links- wie Rechtsschützen geeignet. Eine im Griffstück integrierte Montageschiene ermöglicht das Anbringen von Zielbeleuchtungseinrichtungen.

Technische Daten der P8:

Kaliber:

9 x 19 mm

Gesamtlänge:

194 mm

Rohrlänge:

108 mm

Gewicht:

720 g  ohne Magazin

Visierung:

offenes Balkenvisier (3-Punkt-Visier)

Kampfentfernung:

bis 50 m


Die Zukunft  - OICW

Die OICW - Objective Individual Combat Weapon, zu deutsch etwa “Ziel-individuelle Kampfwaffe” ist das Infanteriegewehr der “Nächsten Generation”, entwickelt in Zusammenarbeit von Syntech und Heckler & Koch.

Dazu gedacht, sowohl das M-16 als auch den M203 Granatwerfer zu ersetzen, soll die OICW gegen Ende des Jahrzehnts in den Dienst gestellt werden und ist angeblich in Afghanistan schon im Probeeinsatz.
Das Grundprinzip der OICW ist die Kombination einer Handfeuerwaffe mit einem Granatenwerfer, wobei beide Systeme eine noch nie dagewesene Präzision erreichen sollen. Der Gewehr-Teil wird 5,56 mm Geschoße abfeuern, welche die Standard-Munition der NATO-Truppen und der alliierten Nationen darstellt. Der Granatenwerfer wird 20 mm Kaliber verwenden.

Jedoch weder das Gewehr noch der Granatwerfer sind für sich allein genommen revolutionär. Nur die Kombination aller Komponenten macht die OICW zum technologisch überlegenen Gerät:
Die wahre Innovation sitzt oberhalb der sperrigen Waffe: Der sogenannte Feuer-Kontroll-Computer, ein Feuerleitsystem, wie es derzeit nur bei modernen Panzern üblich ist.
Neben der Funktion als Tag- und Nachtsichtgerät besitzt der Computer einen integrierten, hochpräzisen Entfernungsmesser. Der Laser bestimmt die Entfernung des Zielobjektes in einem Bereich von 50 bis 500 Meter mit einer Fehlertoleranz von nur einem Meter bei der maximalen Schußweite von 1 km.
Wenn alle erforderlichen Daten vom Computer erfaßt sind, berechnet das Kontrollsystem in Sekundenbruchteilen die richtige Einstellung zum Abschuß der hochexplosiven 20 mm Munition (HM). Damit wird nicht nur das Zielgebiet präzise angesteuert, sondern auch festgelegt, wann die HM zu explodieren hat - nämlich erst, wenn sie die entsprechende Distanz zurückgelegt hat.
Die Bilder der eingebauten Videokamera können in ein Helmvisier eingespiegelt werden, was auch ein “Zielen um die Ecke” ermöglicht. Auch die Datenfernübertragung ist bei entsprechender Hardware möglich.

Die US-Army hat etwa 40.000 OICW zum Stückpreis von ca. 10.000 US $ bestellt.

OICW

 

Kal. 5.56

20 mm HE

Länge:

860 mm

Höhe:

209 mm

Breite:

50 mm

Gewicht:

max. 6,35 kg (geladen)

Lauflänge:

Sturmgewehr: 240 mm
Granatwerfer: 364 mm

Kaliber:

5,56 x 45 mm
20 x 28 mm Granate

Mündungsgeschwindigkeit:

5,56 mm: ca. 750 m/sec
20 mm: ca. 240 m/sec

Effektive Reichweite:

5,56 mm: > 400 m
20 mm: 1.000 m

Magazinkapazität:

30 Patronen 5,56 mm  (M16-Magazin)
6 Patronen 20 mm Granate